Bundesland Sachsen

03/15/2017 | Press release | Distributed by Public on 03/15/2017 09:23

Landtag beschließt „Gesetz zum Staatsvertrag über die gemeinsame Einrichtung für Hochschulzulassung“

Wissenschaftsministerin Stange: 'Regelung erleichtert allen Beteiligten die Studienplatzvergabe'

In seiner heutigen Sitzung hat der Sächsische Landtag dem 'Gesetz zum Staatsvertrag über die gemeinsame Einrichtung für Hochschulzulassung' zugestimmt, den alle Länder am 21. März 2016 unterzeichnet haben. 'Damit ist die rechtliche Grundlage für notwendige Vereinheitlichungen im Vergabeverfahren geschaffen', sagte Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. 'Der Staatsvertrag bestimmt das Mindestmaß an Regeln, die alle Bundesländer und Hochschulen einhalten müssen, um Studienplätze in einem geordneten Verfahren vergeben zu können.'
Das bisherige Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung, das auf einer Softwarelösung der 1970er Jahre basiert, wird von einer einheitlichen technischen Plattform für die zentralen und dezentralen Vergabeverfahren abgelöst. Außerdem werden beide Vergabeverfahren rechtlich zusammengeführt.

Das Zentrale Vergabeverfahren betrifft die bundesweit zulassungsbeschränkten Medizinstudiengänge und das Fach Pharmazie. Örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge werden über das sogenannte Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) bisher getrennt vom Zentralen Vergabeverfahren erfasst. Das wird sich künftig ändern.

Auf Wunsch der Hochschulen werden außerdem von der Geltung des Staatsvertrags an auch Studienplätze ohne Zulassungsbeschränkungen zentral erfasst und mit den Instrumenten des DoSV vergeben. 'Diese Bündelung soll für die Bewerberinnen und Bewerber, für die Hochschulen, aber auch für die Stiftung für Hochschulzulassung zu einer Erleichterung der Studienplatzvergabe führen', sagte die Ministerin. Sobald ein Bewerber ein Studienangebot annimmt, werden alle seine verbleibenden Studienwünsche aus der Rangliste gestrichen und nachfolgende Bewerber rücken automatisch nach. Damit werden für Bewerber und Hochschulen die Zulassungsverfahren deutlich beschleunigt.