IG Metall

12/03/2018 | Press release | Distributed by Public on 12/03/2018 02:22

Eisen- und Stahlindustrie: Tarifrunde startet

03.12.2018 ΙIm Januar starten die Tarifverhandlungen für die Eisen- und Stahlindustrie. Die Branche hat sich gut erholt. Derzeit diskutieren die IG Metall-Mitglieder in den Betrieben, was sie fordern wollen.

In der Eisen- und Stahlindustrie steht die nächste Tarifrunde an. Ende Dezember laufen die Entgelttarife aus. Ab Januar verhandeln die Verhandlungskommissionen der IG Metall dann mit den Arbeitgebern über mehr Geld. Ausgenommen ist das Saarland, wo die aktuellen Entgelttarife länger laufen. Dort wird ab März verhandelt.

Stahlindustrie gut erholt

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Eisen- und Stahlindustrie ist deutlich besser als noch vor zwei, drei Jahren. Damals waren infolge der weltweiten Überproduktion die Stahlpreise und damit auch die Erlöse in den Keller gerutscht - und viele befürchteten, dass als Folge der Politik von US-Präsident Trump und seiner Strafzölle massenhaft billiger Stahl aus Asien nach Europa umgelenkt wird.

Das ist nicht eingetreten. Preise, Umsatz, Produktion - und damit auch die Erlöse - sind wieder deutlich gestiegen. Risiken drohen zwar künftig durch höhere Kosten für Energie und Emissionszertifikate. Insgesamt ist die wirtschaftliche Situation jedoch günstig, um den Beschäftigten einen fairen Anteil zu sichern.

Seit dem Einbruch vor drei Jahren haben sich die Preise für Stahl und damit auch die Erlöse für die Stahlindustrie kräftig erholt.

Diskussion über Forderung

Derzeit diskutieren die Mitglieder und Vertrauensleute der IG Metall in den Betrieben, was sie von den Arbeitgebern fordern wollen. In den Betrieben laufen Versammlungen.

Neben Geld sind die Tarifverträge zu Beschäftigungssicherung, Altersteilzeit und Fremdvergabe über Werkverträge sowie selbstbestimmtere Arbeitszeiten im Gespräch. Im Laufe der ersten Dezemberwoche werden die gewählten Tarifkommissionen beschließen, welche Forderung sie dem Vorstand der IG Metall empfehlen.

Mitte Dezember übergibt dann der IG Metall-Vorstand den Arbeitgebern die Forderung für die Tarifgebiete Nordwest (unter anderem Nordrhein-Westfalen) und Ost. Dann übernehmen die Verhandlungskommissionen, die aus den gewählten Tarifkommissionen gebildet werden.