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11/28/2018 | Press release | Distributed by Public on 11/28/2018 02:43

Entgegen dem «Gender wealth gap»: Mit Tipps und Tricks das Alterseinkommen optimieren

In der Altersvorsorge gibt es, trotz gleicher Gesetze für alle, eindeutige Unterschiede im Alterseinkommen zwischen den Geschlechtern. Und Frauen haben nach wie vor die grösseren finanziellen Hürden zu überwinden, verursacht durch Arbeitsunterbruch, Teilzeitarbeit, Lohnunterschiede, das Investitionsverhalten wie auch die längere Lebenserwartung. Entsprechend weisen Frauen im Rentenalter weniger Vermögen und tiefere Renten auf. Die Altersvorsorge frühzeitig und aktiv anzugehen, ermöglicht es beiden Geschlechtern, das Einkommen für den Ruhestand positiv zu beeinflussen.

Zürich, 28. November 2018 - Die Finanzsituation im Rentenalter, vor allem von Frauen sowie der jüngeren Generationen, ist so unsicher wie selten zuvor. Umso wichtiger ist es, sich mit der Altersvorsorge früh und aktiv zu befassen. Nimmt man sich einige Tipps und Tricks zu Herzen, kann man die Chancen auf ein angemessenes Renten- und Kapitaleinkommen erhöhen. Für Frauen sind diese praktischen Vorschläge besonders wichtig, denn sie haben immer noch die grösseren finanziellen Hürden zu nehmen.

Das Leben ist von Entscheidungen und Ereignissen geprägt. Meist stehen die kurzfristigen Auswirkungen im Fokus. Wie eine neue Studie des Chief Investment Office von UBS zeigt, haben viele der beruflichen und privaten Entscheidungen und Ereignisse im Leben jedoch vor allem langfristige Auswirkungen auf die Altersvorsorge. In Anbetracht der schwindenden Stabilität des Vorsorgesystems sollten diese besser früher als später in den Vordergrund treten.

Bedeutende Faktoren für die Altersvorsorge bei Frauen

Frauen weisen im Rentenalter weniger Vermögen und tiefere Renten aus. Dies hängt damit zusammen, dass sie tendenziell tiefere Löhne haben, öfter in geringerem Pensum arbeiten, eine längere Lebenserwartung und somit ein länger zu finanzierendes Rentnerdasein haben. Wie eine UBS-Umfrage in Kooperation mit gfs-zürich zeigt, legen Frauen ihr privates Vorsorgevermögen zudem erst später und dazu konservativer an als Männer. Ihnen können Tipps daher besonders helfen das Einkommen für den Ruhestand aufzubessern.

Auswirkungen der Faktoren und Lösungsansätze zur Finanzierung des Ruhestandes

In der neuen Publikation 'Altersvorsorge sichern - Tipps für jedermann und jedefrau' analysieren die Ökonomen der UBS die individuelle Finanzsituation von verschiedenen Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Arbeitspensum, Arbeitsumfeld, Investitionsverhalten, Familienstand und Lebenserwartung sind unter anderem nicht zu unterschätzende Einflussfaktoren. Die Autorinnen fragen 'was wäre, wenn es anders gewesen wäre' und zeigen dabei die konkreten Auswirkungen verschiedener Entscheidungen und Ereignisse auf das zu erwartende Einkommen der 1., 2. und 3. Säule auf. So kann ein Arbeitspensum von 60 Prozent bis zur Pensionierung im Vergleich zum langsam wieder ansteigenden Beschäftigungsgrad, wenn die Kinder älter werden, das Durchschnittseinkommen im aufgeführten Beispiel von CHF 73 000 auf CHF 95 000 steigern und damit das Alterseinkommen um CHF 400 pro Monat aufbessern.
Aber auch Männer haben oft Optimierungsmöglichkeiten. Selbst mit höherem Lohn und vollem Arbeitspensum lohnt es sich z.B. die Pensionskasse des Arbeitgebers genau zu überprüfen. Wird nur der obligatorische Lohn versichert, fällt die Rente bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von CHF 100 000 um 10 Prozent geringer aus, als wenn auch höhere Lohnanteile versichert sind.

Neue gesetzliche Grundlagen werden benötigt

Die Autoren betonen jedoch, dass es trotz aller individueller Optimierungsmöglichkeiten, auch zeitgemässe gesetzliche Grundlagen braucht. Familien- und Erwerbsmodelle könnten durch die Gleichstellung von Mann und Frau bei der Kindererziehung angepasst werden. Die 1. und 2. Säule benötigen nachhaltigere Finanzierungsgrundlagen. Auch die 3. Säule könnte von Innovationen profitieren, wie der nachträglichen Einkaufsmöglichkeit in die Säule 3a. Denn die private Vorsorge wird unweigerlich mehr in den Mittelpunkt rücken.

Nähere Information und die gesamte Publikation finden Sie auf: www.ubs.com/vorsorgeforum

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