City of Berlin

05/21/2019 | Press release | Distributed by Public on 05/21/2019 05:28

Hygieneversorgung für obdachlose Menschen in Berlin verbessern

Aus der Sitzung des Senats am 21. Mai 2019:

Der Senat hat heute einen von der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, vorgelegten Bericht an das Abgeordnetenhaus beschlossen, wie die Hygieneversorgung von obdachlosen Menschen in Berlin verbessert wird.

Im Integrierten Sozialprogramm - ISP- fördert der Senat rund 25 gesamtstädtisch ausgerichtete niedrigschwellige Einrichtungen und Dienste in der Wohnungslosenhilfe. Das sind Beratungsstellen, Notübernachtungen, Straßensozialarbeit, ambulante medizinische Versorgung, Bahnhofsdienste, die Beratung für psychisch kranke wohnungslose Frauen und Infrastrukturdienste der Kältehilfe. Im Doppelhaushalt 2018/2019 stehen dafür rund 8,1 Mio. € bzw. 8,4 Mio. € zur Verfügung. Darüber hinaus sind Mittel in Höhe von 1,5 Mio. € für Modellprojekte bereitgestellt.

Aus diesen Mitteln werden aktuell neben dem Ausbau des Hygienezentrums des Berliner Stadtmission e.V. auch die beiden neuen Busse für Obdachlose der KARUNASozialgenossenschaft eG gefördert. KARUNAhat die Buslinie als ein Projekt der aufsuchenden Straßensozialarbeit entwickelt und bereits auf die Straße gebracht. Auf Wunsch fahren die Busse unter anderem direkt die Standorte der Wohnungslosenhilfe an, die auch Hygieneversorgung anbieten. Die Busse dienen auch als Kontakt- und Beratungsstelle. So können die Menschen das vorhandene Hilfeangebot - auch das der hygienischen Versorgung - besser nutzen. 200.000 € werden dafür pro Jahr von der Senatssozialverwaltung bereitgestellt.

Senatorin Breitenbach: 'Die KARUNA-Busse sind eine sinnvolle Ergänzung des Hilfesystems für obdachlose Menschen in Berlin. Viele schaffen alleine nicht den Weg in die vorhandenen Einrichtungen, sodass sie in den Bussen geschulte Ansprechpartner und Unterstützung finden. Sie werden auf Wunsch zu Einrichtungen gefahren, in denen sie niedrigschwellige Beratungs- und Versorgungsangebote erhalten. Wir bauen das Netz einer Grundversorgung für obdachlose Menschen damit weiter aus. Wir haben begonnen, neue Wege in der Wohnungslosenhilfe zu gehen. Auch wenn es Menschen gibt, die wir mit unseren Angeboten weiterhin kaum oder nur schlecht erreichen, bleibt es unser Ziel, die in Not geratenen Menschen am Ende in die Regelversorgung zu bekommen.'