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Stadt Sömmerda

09/04/2017 | Press release | Distributed by Public on 09/04/2017 07:41

Für A 71-Raststätte 'Leubinger Fürstenhügel' Konzession vergeben

Für A 71-Raststätte 'Leubinger Fürstenhügel' Konzession vergeben

04.09.17 11:31

Siegerentwurf aus Planungswettbewerb wird bis 2019 umgesetzt

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Visualisierung: © MONO Architekten / Shell Deutschland Oil GmbH

Die Shell Deutschland Oil GmbH wird als Konzessionsnehmer die Tank- und Rastanlage 'Leubinger Fürstenhügel' an der A 71 bei Sömmerda errichten und mindestens 30 Jahre lang betreiben. Darüber informierte heute die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES). Umgesetzt werden durch den Konzessionsnehmer der Siegerentwurf des interdisziplinären Planungswettbewerbs und die Empfehlungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen, wird weiterhin ausgeführt. Dies sei das Ergebnis des Vergabeverfahrens, das die DEGES vor einem Jahr begonnen und am 1. September mit der Zuschlagserteilung an Shell abgeschlossen hat.

'Wir freuen uns, mit Shell einen Partner gefunden zu haben, der wie der Bund und das Land Thüringen mit dieser Autobahnraststätte einen markanten, zukunftsweisenden Beitrag zur Mobilitäts- und Baukultur leisten will', wird in der Mitteilung Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen, zum Ergebnis des Vergabeverfahrens zitiert.

Weiter heißt es in der Information: 'Da dies gelungen ist, werden der Bund und das Land Thüringen den Erfolg des Projekts durch die Herstellung der prämierten Außenanlagen komplettieren. Shell und DEGES beabsichtigen, die damaligen Wettbewerbssieger mit der Ausführungsplanung zu beauftragen: Shell für die Tank- und Rastanlage, DEGES für die Außenanlagen'.

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH, zur Vergabe: 'Ich begrüße es sehr, dass der favorisierte erste Preis des internationalen Wettbewerbs nun zur Umsetzung gelangt. Für die IBA Thüringen und ihren Fachbeirat war dies der Anlass, das Vorhaben zum IBA Projekt zu nominieren'.

Auch Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt begrüßt, dass mit der Vergabe der Siegerentwurf umgesetzt wird: 'Die Tank- und Raststätte Leubinger Fürstenhügel wird der besondere Ort, den wir uns gewünscht haben und der diese für unsere Region bedeutsame Sehenswürdigkeit erschließt', heißt es seinerseits in der Mitteilung der DEGES.

Für den Konzessionsnehmer selbst betont Claudia Würtz, verantwortlich für das Autobahntankstellennetz bei Shell: 'Wir freuen uns sehr, mit der neuen Raststätte an der A 71 in der Wachstumsregion Erfurt eine wichtige Lücke in unserem Shell-Netz zu schließen.'

Nach Aussagen der DEGES soll der Bau der Tank- und Rastanlage wie geplant 2018 beginnen. Die Inbetriebnahme der Tank- und Rastanlage werde dann im IBA-Projektschaujahr Anfang 2019 erfolgen.

Zum Projekt selbst heißt es von der DEGES, dass mit der Tank- und Rastanlage 'Leubinger Fürstenhügel' an der A 71 im Landkreis Sömmerda die Versorgung der Verkehrsteilnehmer auf der jetzt durchgehend fertiggestellten Autobahnverbindung zwischen Mitteldeutschland (Südharz, A 38) und Nordbayern (Schweinfurt, A 71, bzw. Coburg, A 73) deutlich verbessert werde.

Benannt nach dem benachbarten bronzezeitlichen Hügelgrab, werde die Tank- und Rastanlage nicht nur den Autobahnreisenden dienen, sie werde zudem über einen Fuß- und Radweg zum Fürstenhügel an das regionale Wegenetz angeschlossen und so zu einem Fenster in die an Kulturdenkmälern reiche Region.

Um dies zu erreichen, sei im Jahr 2014 - bundesweit erstmals für eine Autobahnrastanlage - ein interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur und Kommunikationsdesign ausgelobt worden. Drei hervorragende Entwürfe wurden 2015 mit Preisen ausgezeichnet. Unter ihnen rage der Entwurf des 1. Preisträgers (MONO Architekten, Berlin, Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, und DAS MOMENT Kommunikationsdesign, Wuppertal, Berlin) mit einer von der bronzezeitlichen Häuserform der Region inspirierten, zugleich funktional-modernen Hochbauarchitektur heraus.

Seine Ausführung durch den privaten Konzessionsnehmer sei das Ziel der Konzessionsausschreibung durch die DEGES gewesen, ebenso die Umsetzung des Kommunikationsdesigns mit einer klaren Farb- und Formensprache und einer inhaltlich-thematischen Prägung durch Fürstengrab, Archäologie und Autobahnbau.