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Evonik Industries AG

06/15/2021 | Press release | Distributed by Public on 06/15/2021 03:01

Nahtlose Kooperation

An dieser Stelle trifft Materialentwicklung auf Nachhaltigkeit. Immer mehr Kunden fühlen sich wohler, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Konsum nicht die Müllberge wachsen lässt. Wie also könnte nachhaltige Mode aussehen? Kleidungsstücke zu recyceln wäre eine Variante: 'Recycling ist aber generell schwierig, wenn verschiedene Werkstoffe miteinander fest verbunden sind', sagt Mosso. Das gilt für Verbundverpackungen genauso wie in diesem Fall für Hosen mit Reißverschlüssen. Unterschiedliche Arten von synthetischen Textilien und Accessoires sind schwer zu trennen.

Ähnliches gilt für Zertifikate zur Herkunft dieser verschiedenen Einzelteile. Insbesondere die Bekleidungsindustrie ist dafür bekannt, dass sie zahlreiche Bestandteile aus völlig verschiedenen Ländern und Produktionsorten bezieht - vom Garn über die Knöpfe bis zum Reißverschluss. 'Die neueste Herausforderung im Textilbereich besteht darin, eine vollständige Rückverfolgbarkeit und Kreislauffähigkeit in der Wertschöpfungskette zu erreichen. Ein Prozess, bei dem alle synthetischen Textilien und Accessoires gemeinsam recycelt werden könnten', sagt Alan Garosi, Marketingleiter bei Fulgar, dem ebenfalls italienischen Fabrikanten, von dem Nyguard das Garn für seine Reißverschlussbänder bezieht. Im Bewusstsein dessen fügt Mosso hinzu: 'Warum nicht den Reißverschluss aus demselben Material herstellen wie das Band, an dem er befestigt ist? Aus Kunststoff, klar, aber aus einem nachhaltigen, biobasierten Kunststoff. Und noch besser: Aus einem Material, das sich auch für das komplette Kleidungsstück eignen würde?' Damit wäre man der Möglichkeit, Kleidung zu recyceln, immerhin einen entscheidenden Schritt näher. Auch wenn es bis zur Realisierung dieser Vision noch ein kleiner Weg ist, weil einige Details des Kleiderrecyclings noch erfunden werden müssen - die Voraussetzungen von Seiten der Hersteller wäre geschaffen.