Swisscom AG

05/28/2021 | Press release | Archived content

Vernetzt, visionär und engagiert

Anspruchsgruppen

Vernetzt, visionär und engagiert

Swisscom zählt zu den nachhaltigsten Telekomanbietern weltweit. Wie schafft sie das? Marius Schlegel vom Corporate Responsibility-Team stellt anhand konkreter Beispiele dar, wie Swisscom im Dialog mit ihren Anspruchsgruppen ihre Nachhaltigkeitsstrategie ständig weiterentwickelt und umsetzt. Denn der enge Austausch mit dem Umfeld ist entscheidend für den Erfolg des Unternehmens.
Marius Schlegel, ist bei Swisscom für klimafreundliche Services verantwortlich.
28. Mai 2021

Swisscom folgt der Vision, die Chancen der vernetzten Welt für alle verfügbar zu machen. Damit sind alle Menschen gemeint, die in irgendeiner Weise von den Swisscom Aktivitäten betroffen sind: Natürlich die Kundinnen und Kunden, aber auch Geschäftspartner, die eigenen Mitarbeitenden, Investoren, die Politik, Medien und die Interessensgruppen aus der Zivilgesellschaft. Diese Interessensgruppen haben nicht selten unterschiedliche, manchmal gar auseinanderdriftende Erwartungen. Swisscom will für Transparenz sorgen und zwischen den Interessen vermitteln.

Den Puls der Zeit spüren und ins Unternehmen tragen

Um den wachsenden Anforderungen im Nachhaltigkeitsbereich rechtzeitig gerecht zu werden, ist die richtige Prioritätensetzung essenziell. In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie engagiert sich Swisscom mit mittelfristigen Zielen bis 2025 dafür, ihren Beitrag zur gesellschaftlichen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Schweiz und der Welt zu leisten. Ihre kurzfristigeren Schwerpunktthemen bestimmt Swisscom jedes Jahr in einem Zusammenspiel mit ihrem Umfeld.

Dazu sammelt Swisscom laufend Rückmeldungen im informellen Austausch, so zum Beispiel im Gespräch mit Kundinnen und Kunden, im täglichen Austausch mit Partnern wie z.B. NGOs, an Konferenzen und über die Medienbeobachtung. Diese Hinweise können eine erhebliche Wirkung haben: Mit ihrem Handy-Reparaturservice und ihrem Angebot an Occasion-Smartphones beispielsweise reagierte Swisscom auf ein spürbares Bedürfnis von preissensitiven und umweltbewussten Kundinnen und Kunden.

Zusätzlich zu diesem informellen Austausch führt Swisscom jedes Jahr eine Umfrage zu Nachhaltigkeit bei 20 bis 30 Stakeholdern durch. Dabei setzt sie bewusst auf offene Fragen, auf die sie individuelle Anregungen erhalten kann, anstelle lediglich die Relevanz einiger Themen abzufragen. Swisscom lädt die Stakeholder auch zu einem World Café ein. Der besondere Mehrwert des physischen Treffens liegt darin, dass die Stakeholder dabei Gelegenheit zum Austausch untereinander erhalten. Über den direkten Kontakt mit Swisscom hinaus schätzen die Teilnehmenden das jeweils sehr.

Die Ergebnisse der Befragungen und Beobachtungen des Umfelds werden in einem zweiten Schritt mit den Anliegen der internen Stakeholder abgeglichen: dazu gehören die Mitarbeitenden als solche und die Teams, die in den verschiedenen Geschäftsbereichen für Nachhaltigkeitsfragen zuständig sind sowie Verantwortliche des Top-Managements. Mitglieder dieser internen Gruppen werden übrigens auch zum World Café mit den externen Anspruchsgruppen eingeladen, um einen möglichst offenen Austausch zu fördern.

Auf Basis all dieser Rückmeldungen bestimmt das Swisscom Nachhaltigkeitsteam die wesentlichen Themen, in denen Swisscom aktuell besonders relevanten Handlungsbedarf und -potenzial sieht. Während 2019 zum Beispiel das Thema Datenethik im Vordergrund stand, verschob sich 2020 der Fokus auf die Auswirkungen der 5G-Technologie sowie auf den Aus- und Rückbau der Netzinfrastruktur im Sinne einer verstärkten Kreislaufwirtschaft. Letztere gab 2020 Anlass zu einer Reihe von Vorstössen im Schweizer Parlament. Auch in der EU und von Seiten der Industrie gab es dazu wichtige Entwicklungen.

Transparenz schaffen und Expertise teilen

Das Nachhaltigkeitsteam von Swisscom entwickelt zu den Schwerpunktthemen passende Aktionsvorschläge, die sie der Konzernleitung unterbreitet. Die 5G-Technologie wirft zum Beispiel viele Fragen auf: Konsumentenschutzorganisationen bereiteten die Auswirkungen der Strahlungen auf die Gesundheit und die Kompatibilität mit bisherigen Geräten Sorgen, während Umweltschutzorganisationen die Auswirkung von 5G auf den Energieverbrauch hinterfragten. Swisscom entschied sich, mit Fakten zum Dialog beizutragen. Gemeinsam mit dem Verband Swisscleantech hat sie bei der Universität Zürich und der Empa eine Studie zu den Auswirkungen der 5G-Technologie aufs Klima in Auftrag gegeben. Swisscleantech hat beim Erstellen des Auftrags andere Ansichten miteingebracht, was wertvoll war. Zudem hat eine Begleitgruppe aus Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Parteien die untersuchten Anwendungsfälle mitausgewählt und die Erkenntnisse auf ihre politischen Belange hin bewertet. So konnte Swisscom auf glaubwürdige Weise für mehr Transparenz sorgen und Fakten auf den Tisch bringen.

Zwischen Stakeholdern vermitteln

Die verschiedenen Stakeholder haben oft unterschiedliche Bedürfnisse. Swisscom kann diese Zielkonflikte nicht immer lösen, hat aber in erster Linie die Rolle der Vermittlerin zwischen ihnen. Indem sie Positionen und Abhängigkeiten transparent darlegt, kann Swisscom ein besseres Verständnis der Lage herbeiführen.

Die Zivilgesellschaft ist inzwischen nicht mehr der alleinige Treiber einer nachhaltigen Entwicklung. Auch Investoren stellen zunehmend hohe Anforderungen dazu. Swisscom hat 2020 mit der Platzierung eines Green Bonds in der Höhe von 500 Mio. Euro zur Finanzierung von nachhaltigkeitswirksamen Massnahmen reagiert und fand damit grossen Anklang. Auch der Gesetzgeber fordert mehr und mehr nachhaltiges Wirtschaften. In der Schweiz haben die Konzernverantwortungsinitiative und die Diskussion um die Revision des CO2-Gesetzes die Lage 2020 massgebend beeinflusst. Die Investoren erwarten von Swisscom, dass sie bereit ist für solche Änderungen der Rahmenbedingungen.

Hohes Engagement der Mitarbeitenden

Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmassnahmen erfolgt oft direkt durch die betroffenen Geschäftsbereiche und wird vom Swisscom Nachhaltigkeitsteam begleitet. Diese Zusammenarbeit profitiert davon, dass viele Mitarbeitende sich gerne für mehr Nachhaltigkeit engagieren. Das wurde beispielsweise während des Lockdowns im Frühjahr 2020 sichtbar, als ein Grossteil des Kursangebots der Swisscom zum Umgang mit digitalen Medien im Handumdrehen selbst im digitalen Format gebraucht wurde. Einige Mitarbeitende ergänzten dieses Angebot freiwillig um eine öffentliche Online-Plattform mit kreativen Ideenvorschlägen für Homeschooling während der Schulschliessung.

Weiterführende Informationen zum Stakeholder-Dialog sind im Nachhaltigkeitsbericht 2020 beschrieben.

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