European Parliament

02/26/2021 | Press release | Archived content

COVID-19: Europaabgeordnete diskutieren mit Pharma-CEOs über bessere Impfstoffversorgung

In einer Anhörung mit Impfstofffirmen haben Europaabgeordnete am 25. März Klarheit über weitere Lieferungen gefordert und auf Einhaltung der Verträge bestanden.

Die Europaabgeordneten befragten die Vorstandsvorsitzenden und Vertreter führender Pharmaunternehmen, darunter AstraZeneca, Moderna, CureVac, Novavax, Pfizer und Sanofi. Diskutiert wurde wie Hindernisse für eine schnellere Zulassung, Herstellung und Verteilung von Impfstoffen beseitigt werden können.


Eine Aufzeichnung der Anhörung können Sie hier ansehen.


Während der Diskussion fragten die Europaabgeordneten nach globalem Technologietransfer, der gemeinsamen Nutzung von Patenten und wie die Industrie beabsichtigt, die Impfstoffe an neue Virus-Varianten anzupassen. Sie fragten die CEOs auch, wie die Europäische Arzneimittelagentur die Marktzulassung auf europäischer Ebene beschleunigen könnte.


Einige Abgeordnete fragten, ob ein EU-Exportverbot für Impfstoffe Europa helfen würde, im Vergleich zu anderen Ländern aufzuholen, die bereits Exportverbote eingeführt haben. Die Industrievertreter erläuterten, wie schwierig es sei, Produktionskapazitäten für völlig neue und komplexe Produkte aufzubauen sowie internationale Lieferketten aufzubauen.


Der Vorsitzende des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Pascal Canfin (Renew Europe, FR): 'Dies war eine Weltpremiere: CEOs der wichtigsten Impfstoffhersteller, die vor gewählten Volksvertretern auftreten. Das ist gut für die Transparenz und es ist gut für die Demokratie. Es ist wichtig, regelmäßig Rechenschaft einzufordern und die eingegangenen Verpflichtungen zu überprüfen. Außerdem verschärft sich der Wettlauf um die Produktion von Impfstoffen, und wir rüsten uns, um alle verfügbaren Instrumente nutzen zu können. Darum ging es bei dieser Anhörung.' Er fügte hinzu: 'Das Europäische Parlament wird seine Rolle voll ausspielen, um den Kampf um die Bereitstellung von Impfstoffen zu gewinnen. Die von Parlament und Kommission eingerichtete Kontaktgruppe wird unsere Rolle weiter stärken.'


Dee Vorsitzende des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie, Cristian Bușoi (EVP, RO) fügte hinzu: 'Bei der heutigen Herausforderung ging es darum, wie man extrem komplexe Produkte in einem noch nie dagewesenen Umfang herstellen kann. Dies ist eine industrielle Herausforderung. Diese Anhörung war eine Übung in demokratischer Rechenschaftspflicht. Wir wollten wissen, wo die Produktionsengpässe sind und ein klares Bild über die Zusagen und Verpflichtungen der Industrie haben. Aber wir wollen der Industrie auch helfen, die Dosen zu liefern, denn unsere Priorität ist es, dass die Impfung durchgeführt wird.'


Hintergrund


Die Entwicklung und Verteilung wirksamer und sicherer Impfstoffe gegen COVID-19 ist die wirksamste Reaktion auf die Pandemie und steht im Mittelpunkt der Wiederaufbaustrategie der EU. Angesichts der Bedeutung, die Produktion und den Zugang zu Impfstoffen zu erhöhen, zielte diese Anhörung darauf ab, Fakten zu sammeln und Lösungen zu finden, um die Verteilung von COVID-19-Impfstoffen in Europa zu verbessern.


Ein weiteres Ziel war es, eine offene Diskussion mit den CEOs der pharmazeutischen Industrie, der Kommission und anderen Interessenvertretern darüber zu führen, wie Hindernisse für eine schnellere Einführung, Herstellung, Verteilung überwunden werden können und ein gerechter Zugang zu den COVID-19-Impfstoffen gewährt werden kann.


Weitere Informationen

Aufnahme der Anhörung

Statements von Pascal Canfin (ENVI-Vorsitzender) and Cristian-Silviu Bușoi (ITRE-Vorsitzender) nach der Anhörung (25.02.2021)

EP-Pressemitteilung (Plenum): Corona-Impfstrategie: Abgeordnete fordern EU- und weltweite Solidarität (10.02.2021)

EP-Pressemitteilung (ENVI): MEPs urge EU countries to be transparent about their COVID-19 vaccine supplies (5.02.2021)

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